Im Hof steht eine Linde. Im dritten Stock brennt noch das Licht in einer Küche. Einer hat das Fenster geöffnet, der andere den Tisch gedeckt. Unten singt ein Vogel gegen das Radio an. Niemand gewinnt. „Bleib noch“, sagt der am Fenster. Der am Tisch stellt eine zweite Tasse hin. So könnte es anfangen: mit einer Bitte, die eine kleine Veränderung in der Welt hervorruft. Eine Tasse mehr. Ein Stuhl, der vom Tisch abrückt. Ein Abend, dessen Ende noch niemand kennt. Wir versprechen uns solche Antworten. Eine Bewegung hier verändert anderswo eine Form. Was der Finger beginnt, setzt sich außerhalb seiner Reichweite fort. Die Entfernung verliert ihre Schwere. Wir sehen eine Wirkung und lernen, ihr zu vertrauen. Bald erwarten wir sie. Auch zwischen zwei Menschen entsteht eine Gewohnheit des Antwortens. Der eine weiß, wie der andere die Tasse hält. Er kennt das Geräusch seines Schlüssels, die Länge seiner Pausen. Aus solchen Kleinigkeiten baut er ein Haus, in dem der andere vorkommt. Irgend...